Die Uckermärkischen Meisterschaften der Straßenradsportler mausern sich immer mehr zu einem Breitensportevent der sich bundesweit einen Namen macht. Bei der fünften Auflage konnten die Schönower Organisatoren erstmals mehr als 100 Radsportler in der Uckermark begrüßen. Ingesamt 102 aktive Radsportler aus Berlin, dem gesamten Land Brandenburg, Rheinland-Pfalz , Niedersachsen sowie dem benachbarten Stettin fuhren 70km quer durch die vorwiegend östliche Uckermark.

ImageDer Bernauer Uwe Rosenkranz von RSV “Werner Otto“ und der Neuenhagner Karsten Stolz, für das Schwedter Fahrradhaus am Start, setzten sich früh vom Hauptfeld ab. Am letzen Anstieg unmittelbar vor dem Ziel dem kräfteraubenden Jamikower Berg, zog der amtierende Rotary-Weltmeister Rosenkranz dann aber davon und sicherte sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 41,26 km den Tagessieg und zudem den Altersklassensieg der Seniorenklasse ab 50 Jahre.
Karsten Stolz gewann als Zweiter der Tagesgesamtwertung souverän die Altersklassenwertung der Seniorenklasse über 40 Jahre. Martin Kammholz (Berlin) und Michael Lust (Eberswalde) folgten wenige Sekunden später , Lust gewann zudem die Altersklasse der Männer.
Spannend dann der Spurt des 27-köpfigen Hauptfeldes. Hier setzte sich die Klasse des hoffnungsvollen Nachwuchsfahrer Clemens Finger vom RC 90 Frankfurt, für die Schwedter Fahrradfritzen am Start, durch.
Clemens Finger gewann, nur einen Tag nach seinem 10km-Sieg beim Prenzlauer Pokallauf, zudem die Altersklassenwertung der Juniorenfahrer im Sprint, vor seinem Teamkameraden Eric Holzenburg und dem Eberswalder Erik Süß.

Bei den Damen gewann einmal mehr die Eberswalderin Michaela Barz, die die Zweitplatzierte Julia Engel aus Prenzlau um mehr als sieben Minuten auf den zweiten Platzverweisen konnte. Im Rennen der Neueinsteiger bot der Schwedter Volkmar Radtke eine starke Vorstellung und siegte über siebenundzwanzig Kilometer in durchaus ansprechenden neunundvierzig Minuten.

In der Teamwertung wiederholte der SV Motor Eberswalde  seinen Triumph von 2004 und gewann vor den Schwedter Fahrradritzen, die bei gleicher Teamzeit dank einer besseren Platzziffer die Radsportler aus Stettin auf den dritten Platzverweisen konnten.

Die mehrstündige Veranstaltung wurde tatkräftig von den mehr als 20 Helfern des Schönower SV, des Auswertungsteam aus Rostock, der Polizei, dem DRK und der Schönower Feuerwehr unterstützt. Schenkt man zahlreichen lobenden Worten der vielen Radsportler Glauben, wird 2007 erneut ein neuer Teilnehmerrekord avisiert. Schönow, ein Dorf mit knapp 290 Einwohnern, hat sich mit der 2006-er Meisterschaft endgültig einen festen Namen im Radsportkalender Deutschlands gemacht.

U.Neugebauer-Wallura