Denia befindet sich auf halbem Weg zwischen Alicante und Valencia. Berits zum dritten Mal hat es uns hierher verschlagen. Verschlagen ist vielleicht nicht ganz richtig, denn wie die meisten wisse hat hier unser Sportfreund Bakka seine kleine Ferienresidenz.

Vom 2. bis zum 16. März schlugen wir also das Trainingslager hier auf. Leider waren wir in diesem Jahr nur zu dritt, was sich jedoch nicht so sehr als Nachteil erweisen sollte. Von Vorteil war es vor allem beim Einhalten der Trainingsdisziplin.

Unser Sportfreund Zwinge vom Sportclub Sachsenring hatte bereits eine Woche Training hinter sich als wir, Bakka und ich (rosi) hinzustießen. Zwinge hatte sich von Fachleuten einen ausgefeilten Trainingsplan ausarbeiten lassen, an den wir uns, im Gegensatz zu früheren Jahren, konsequent hielten. Grundmotto des Trainings war, wie um die frühe Jahreszeit auch üblich, schön langsam fahren und schön lange. Wie wir ja wissen, ist besonders das Schönlangsam (immer schön auf den Puls achten), oft nach ein paar Kilometern vergessen. Aber diesmal war es anders. Diszipliniert wurde das Pensum abgearbeitet.

Das Denia umgebende Terrain ist entlang der Küste in Richtung Norden flach und man fährt bis Valencia auf Nebenstraßen mit um diese Jahreszeit nur wenig Verkehr. Fährt man ins Binnenland erreicht man nach 10 bis 20 Kilometer Berge mit unterschiedlich schwierigen Steigungen und Straßen die von Autos noch gar nicht entdeckt worden zu sein scheinen. Es ist ein ideales Trainingsgebiet. Das auch besonders deshalb, weil die dortigen Autofahrer ein völlig entspanntes Verhältnis zum Radsport haben. Man bedrängt keine Radsportler und hupt höchstens mal um anzuzeigen, das man nun überholt.

Auch das Wetter erwies sich in der ersten Märzhälfte mit Temperaturen um die 18 bis 20° C als ausgesprochen radsportfreundlich.

Unter diesen sehr guten Bedingungen absolvierten wir unsere Dreierblöcke mit Fahrtzeiten zwischen 7 und 9 Stunden, hielten uns auch an den Ruhetagen konsequent an die Vorgaben und konnten feststellen, dass es uns trotz des Trainingsumfanges sehr gut ging. Wir hatten uns nicht „Leergefahren“ und konnten in den Kraftausdauereinheiten am Berg feststellen, dass die Leistungsfähigkeit in diesem Bereich sichtbar zunahm.

Zufrieden das Pensum geschafft zu haben und sinnvoll trainiert zu haben fuhren wir nach zwei bzw. drei Wochen Training wieder nach hause.

Leider hatte uns nun das Winterwetter in Deutschland Mitte März wieder und wir mühen uns nun, die Form weiter aufzubauen. Zwinge konnte inzwischen als Bestätigung für ein effektives Wintertraining das Seniorenrennen „Berlin-Bad Freienwalde-Berlin“ gewinnen und gewann bei der Seniorenrundfahrt in Cottbus das Sprintertrikot. Auch Bakka fuhr ein gutes Eröffnungsrennen. Mich hatte ein Infekt im Griff. Form dahin? Wir werden sehen.


rosi