Zypern – die drittgrößte Insel im östlichen Teil des blauen Mittelmeeres, Geschichte, Mythos und Wirklichkeit die sich in zauberhafter Harmonie vereinen. Hier wurde nach der Sage „Aphrodite“ geboren, die Göttin der Liebe und der Schönheit, aus dem Schaum einer Muschel am Strand von Pafos. Mit 320 Sonnentagen im Jahr ist die Insel für Radfahrer hervorragend geeignet. Folglich hat sich das komplette Berliner Team  „Stramme Kette“ für das diesjährige Zypern Traininglager entschieden. Interessante und abwechslungsreiche Touren auf ruhigem Terrain, mit Sonne & Temperaturen von 19 – 22°C hinterließen außerordentliche Eindrücke. Der Straßenverkehr ist auf der Insel unauffällig, die Autofahrer sind sehr tolerant und freundlich, auch bei den anders gearteten Rennradfahrer Gewohnheiten. Selbst im engen Stadtverkehr wurde uns fast immer eine eigene Fahrspur gewährt. Der Linksverkehr auf Zypern resultiert aus der englischen Kolonialzeit von 1925 bis 1960, welcher für uns jedoch kein Problem darstellte. "Mit genügend Druck auf der Pedale, ist immer Platz neben und zwischen allen Auto's, auch wenn es manchmal abseits der Strasse ist".
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Um die Insel bestmöglich mit verschiedenen Touren zu erkunden, ist die Stadt Limmasol ein zentraler Ausgangspunkt. Von Limmasol sind Touren von flach & lang (200hm) bis hoch & kurz (2000hm) durchführbar. Im Nationalpark des Troodos Gebirge befindet sich der Olympus, er ist der höchste Berg mit 1952m auf der Insel, der Gipfel ist im März noch mit Schnee bedeckt aber problemlos mit dem Rad erreichbar. Der Weg zum Olympus führt vorbei am Kouris-Damm, dem größten Stausee der Insel, lange kurvenreiche verkehrsarme Straßen entlang des Stausees sind ein erlebnisreiches Radlervergnügen.
Im Anschluss kleine Dörfer durch urige Gassen bis zum Dorf Pera Pedi, hier ist schon ein lohnenswerter Rundblick bis zum Meer möglich. Nach kurzer Abfahrt geht es weiter an den Kaledonia Wasserfällen entlang in der Nähe des Bergdorfes Platres, dann noch ein kurzem Aufstieg von ca. 10-12% und der Gipfel ist schon greifbar.
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Ein schöner Rundumblick über die Insel ist bei guter Sicht eine Augenweide. Allerdings überraschte uns die auf dem Gipfel des Olympus relativ große Skiliftanlage mit vier Pisten, sowie eine große Militär Basis. Bevor es runter geht ist eine kurze Rast in einer Berghütte mit Capuccino empfehlenswert, dass macht die 2½ Stunden Abfahrt in die wärmere Küsten Region leicht überwindbar.
Unsere schönste landschaftlichste Tour war die nach Pano Lefkara. Gleich nach Limmasol geht es auf einer reizvollen Bergstrasse 10km mit leichten 8% nach Arakapas, weiter dann nach Eptagoneia und Melini. Melini ist der höchste Punkt der Tour mit 989hm, dann durch Ora, Vavla nach Kato Drys und weiter nach Pano Lefkara ermöglichen breite schöne Strassen traumhafte Abfahrgenüsse. Dabei sind doch streifend vielförmige Landschaftsprofile noch wahrnehmbar.
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Schon bald erreicht man das Dorf Pano Lefkara, es ist ein malerisches zypriotisches Bergdorf. Innerhalb des Dorfes verwandeln schmale Gassen und vielen Handwerklichen Geschäften den Ort zu einer Traumhaften Oase, und demzufolge war uns der Abschied nicht leicht gefallen. Mit der Aussicht beim nächsten Ruhetag das Dorf erneut zu besuchen ging die Fahrt nach Agios Theodoros weiter. Im Anschluss führte die Fahrt durch große Apfelsinen Plantagen die kurze Radler Stärkungen ermöglichen. Unweit des Clubs Aldiana wo der Radsportanbieter Zypernbike
www.zypernbike.de seinen Basis Stützpunkt hat, erreichten wir dann die Küstenstrasse. Von dort ist es ein Katzensprung nach Limmasol, in Richtung Limmasol (meistens mit Gegenwind) über Zygi entlang dem Kraftwerk Moni Power Station sind es dann noch 35km, wobei vereinzelnde kurze Berge dann noch heimtückisch die Rückfahrt erschweren können. Der frühzeitige Dunkelheitseintritt um 18Uhr, verlangte dann doch noch etlichen Druck auf die Pedalen, was aber bei einwandfreiem Betätigungsdrang jedem Radler keine Probleme bereiteten sollte. Mit 165km auf dem Tacho erreichten wir noch vor der Dunkelheit rechtzeitig unser Hotel Marathon Beach.
Ferner bietet Zypern für die Ruhetage besondere Abwechselungen. Schon für wenige Cyprische Pfund kann man sich an jedem „Rent A Car“ ein Jeep mieten. Auf abgelegenen Straßen vermag man dann ohne Verdeck die Sonne, Wind und die fantastische, abwechslungsreiche Landschaften sowie verschiedene Sehenswürdigkeiten entdecken. Jedoch eine Jeepsafari ist auch ein ganz besonderes Event mit dem Durchqueren und überwinden der Sanddünen zwischen ausgetrockneten Salzseen und dem Meer. Schnell wird man hier vom Radfahrer zum Rallye Wüstenfahrer, denn mit dem 4 Rad Antrieb kann fast jedes Hindernis überwunden werden.
Goodbye Cyprus we will come again
Martina & Hajo
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