Eindrücke und Rennbericht über das Radrennen "Rund um Straussberg"


Die Anfahrt zum Start und Ziel Lehmkuhlenring im Gewerbegebiet erwies sich als äußerst kompliziert, da die Strecke wegen div. anderer Rennen bereits gesperrt war.

Die zivilen Ordner, welche an Kreuzungen und Einmündungen standen waren auch keine Hilfe, da die von mir gefragten nach Aussage ortsfremd waren. Ich bekam nach einer alternativen Route fragend mehrmals die Antwort „ Weiß ich auch nicht, ich bin hier auch fremd und sperre hier nur ab."

Image Mit Hilfe meines Navis und Befragen von Einheimischen ist es mir dann doch gelungen die zum Parkplatz umfunktionierte Wiese am Start und Ziel im Gewerbegebiet zu finden. Dort war die Startaufstellung des Rennens über 3 Runden der Senioren 2/3 vollzogen.

Nach deren Start hatte ich also ca. 2 Stunden Zeit mich umzuziehen und warm zufahren.

Bei unserer Startaufstellung wurde bekannt gegeben, dass die geplante Strecke verändert wurde, da  eine Straßenbaufirma Splitt zur Reparatur des Asphaltes verstreut hätte. Dies hätte aber keinen Einfluss auf die Renndistanz von 54 Km.  Mein Radcomputer zeigte nach Rennende knapp 60 Km an, was mir andere Fahrer auch bestätigten.

Als Führungsfahrzeug diente ein ziviler Pkw mit eingeschaltetem Licht.

Nach dem Start wurde wegen der kurzen Renndistanz erfahrungsgemäß sofort losgeheizt und die ersten Stürze ließen nicht lange auf sich warten.

Das Fahrerfeld bestand aus mehreren Wettbewerben. So wurden die Rennen Frauen und Männer über eine Runde und Männer Jahrgang 67 und jünger und 66 und älter über zwei Runden gemeinsam gestartet jedoch getrennt gewertet. Der Zielsprint der Fahrerinnen und Fahrer über eine Runde musste leider ausfallen, da sie durch die Fahrer über zwei Runden daran gehindert wurden.

Während des Rennens kamen uns ständig Fahrzeuge entgegen, was durch lautes Rufen der Fahrer angekündigt wurde. Das Feld drängte sich dadurch jedes Mal auf der rechten Fahrbahnseite zusammen, was bei den gefahrenen Geschwindigkeiten (Durchschnitt 40,40 Km/h und Max 60,50 Km/h zu gefährlichen Situationen führte. Als Ursache nehme ich an, dass Fahrzeugführer einen zivilen Ordner mit einer orangenen Weste nicht ernst nehmen und einfach weiter fahren.  Auf der Strecke befanden sich inmitten der Fahrbahn Verkehrsinseln. Diese wurden nicht durch Ordner gesichert oder angekündigt, was wiederum zu scharfen Lenk-und Bremsmanövern im Feld führte. Ich hörte einen Fahrer neben mir sagen, dass er jetzt aussteigen werde, da ihm sein Leben lieb ist. Ca. 5 Km vor dem Ziel begannen die ersten Fahrer mit Positionskämpfen und Wellenfahren. Ich weiß nicht ob das noch ein Jedermannrennen ist. Ins Ziel kam ich als 11. und erhielt eine Medaille auf deren Rückseite stand „Teilnehmer am Hobbyrennen Strausberg". 

 

Matze