Etappe 1: Sonntag 29/7/2007

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Das Saltener Hochplateau, das von Norden aus das Etschtal zwischen Bozen und Meran überragt, ist von drei Seiten aus zugänglich. Sämtliche Straßen, die dorthin führen, kennzeichnen sich durch eine starke Steigung und sind zwischen 9 und 11 km lang. Es sind dies: Bozen-Jenesien, Meran-Hafling und Terlan-Mölten. Die Dolomiten-Radrundfahrt hat die erste Strecke von Bozen nach Jenesien im Jahr 2005 angeboten (als erste Etappe), die zweite von Meran nach Hafling im Jahr 2003 (als fünfte Etappe), und dieses Jahr werden wir als erste Etappe die Strecke von Terlan nach Mölten fahren.

Die Dörfer, durch die uns unsere Reise führt, sind typisch für Südtirol: Mölten und Vöran mit ihren gut erhaltenen Gebäuden, wohlgeordnete Ortschaften voller Blumen, Wiesen und gepflegter Weiden, inmitten von Fichten-, Tannen- und Lärchenwäldern.

Nach der steilen Strecke von Terlan nach Mölten führt uns eine zwischen Berg- und Talfahrt abwechselnde Tour durch Vöran und Hafling, mit Ausblicken auf das Etschtal und rechts auf die Dolomiten: die Kulisse der folgenden Etappen.



Etappe 2: Montag 30/7/2007

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Ziel diesel Etappe ist zur Abwechslung keine Anhöhe oder Pass sondern ein Wallfahrtsort, nämlich Maria Weissenstein. Plieger von nah und fern – italiener, Deutsche und Ladiner – verehren die Madonnen-Stattuette und erhoffen sich daraus wundersame Heilung oder Erfüllung ihres Herzenwunsches. Die Marienfigur ist eine Kopie jenes Alabasteroriginals der Pfarrkirche in Leifers. Von dort startet der alte Kreuzweg und führt in ungefähr drei bis vier Stunden nach Maria Weissenstein. Geheimnisvoll und verwunschen lockt die Stelle der ehemaligen Erscheinung Mariens: Mitten im Wald offenbart sich dem erschöpften wanderer ein Ort verklärtermystik.

Der Wallfahrtsort Maria Weissenstein hingegen erstrahlt in majestätisch- heiligem Glanz vor der faszinierebìnden Kulisse der Dolomiten. Zu obigem Abstrecher empfiehlt sich möglichst festes Schuhwerk. Nach der wohlverdienten Rast führt der Weg in Auf und Ab  bis nach Deutschnofer, von wo er sich dann gewagt und jäh hinabstürzt ins Eggental und darauf nach Bozen ausläuft.



Etappe 3: Dienstag 31/7/2007

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WOLKENSTEIN (1.563 m)

In Wolkenstein ist Urlauben ein Hochgenuss. Eingerahmt von der imposanten Kulisse der Dolomiten, bietet der bekannte Ferienort anspruchsvollen Aktivurlaubern eine aufregende Fülle von Möglichkeiten. Komfort, Sport- und Erlebnismöglichkeiten sind vielfältig wie die Gesteinsformen, die sich den wandernden Augen bieten: der massive Sellastock, der hochragende Langkofel, das verträumte Langental im Herzen des Naturparks Puez-Geisler, glatte Wände, zerklüftete Felsen. Hier ist Skifahren bis vor die Haustüre möglich, von hier aus steigen Sie ohne das Auto zu verwenden in das Skikarussell um den Sellastock ein.

Weltberühmte Skipisten wie Ciampinoi, Saslonch und Dantercëpies wechseln mit leichten Übungshängen und Familienpisten. Vielfältige Freizeiteinrichtungen und gemütliches Après-Ski bietet Wolkenstein natürlich auch.Oberhalb von Wolkenstein, in Richtung Sella- und Grödnerjoch, liegt in einer breiten Mulde Plan de Gralba (1.800 m), ideales Skizentrum mit besten Verbindungen zur „Sella Ronda". Seine Lage direkt vor dem Sellastock macht Plan de Gralba außerdem zu einem beliebten Ausgangspunkt für Kletterer.

BERGZEITFAHREN: ARABBA - PORDOI JOCH

Ein Anstieg mit regelmässiger und nicht übertriebener Neigung (um die 7%), bei dem man den richtigen Rhythmus finden muss. Diese Strecke eignet sich folglich nicht nur für reine Bergfahrer sondern auch für Strassenfahrer. Die Strecke ist 10 km lang und weist einen Höhenunterschied von 637 m bei einer Neigung zwischen 6% und 8,2% auf. Die grösste Schwierigkeit liegt in der Bewältigung der Passhöhe (man erreicht die 2239 m). Auf dem ersten Kilometer mit langgezogenen Kehren können die Bergfahrer niederere Gänge einschalten,um diese in der Folge vorsichtig zu erhöhen. Anschliessend ist die Strasse nicht mehr so steil. Man kann wieder aufatmen, bevor man die letzte Reihe von Kehren in Angriff nimmt.



Etappe 4: Donnerstag 02/8/2007

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GIAU PASS
Unter den mit Autofahrzeugen befahrbaren Straßen der Dolomiten ist jene des Giau-Passes eine der neuesten: Sie verbindet Ampezzo mit Selva di Cadore. Sie gehört erst seit wenigen Jahren zu den Fahrradstrecken des Radmarathons und hat unter den Pedalliebhabern aufgrund ihrer langen, steilen, von eng beieinander liegenden Kehren unterbrochenen Strecken ein unmittelbares Interesse hervorgerufen. Dank der Eröffnung dieses Passes kann die Nuvolau-Gruppe mit ihren wunderschönen Ausblicken auf die Croda da Lago, auf die Tofane, auf den Sorapis und auf den Cristallo umfahren werden. Diese Strecke kann aufgrund ihrer atemberaubenden Dolomitenlandschaft als die spektakulärste betrachtet werden, die das diesjährige Programm bietet. Unzählige Gebirgsformen und -profile wechseln einander ständig ab. Die Strecke schließt auch ein Gebiet ein, das leider durch die traurigen Ereignisse des Ersten Weltkriegs berühmt wurde: Marmolada, Col di Lana, Falzarego, Lagazuoi, Sass de Stria. Fronten und Etappen des italienischen und des österreichischen Heeres. Schützengräben und Wehrgänge wurden ausgehoben und ganze Dörfer evakuiert. Es sind Minen detoniert, die ganze Gipfel mit einem Mal auslöschten. Die Dolomiten standen in Flammen…

Bergzeitfahren: Selva di Cadore - Passo Giau
In knapp über 10 km sind bei einer durchschnittlichen Steigung von über 9% rund 898 Höhenmeter zu bezwingen. Es erwartet uns hier eine der mühsamsten Bergfahrten der Östlichen Dolomiten: die zum Teil äußerst anspruchsvollen Steigungen (max. 13-14%) werden nicht ein einziges Mal durch flachere Abschnitte unterbrochen. Auch die beachtliche Höhe, die hier erreicht wird, ist nicht zu unterschätzen. Die Straße durchquert zwar anfangs einige waldige Abschnitte, ist aber gänzlich der Sonne ausgesetzt und durchläuft viele oft scharfe Kehren.



Etappe 5: Freitag 03/8/2006

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Die Seiser Alm ist sicher eines der eindrucksvollsten und bekanntesten Touristenziele in den Alpen. Die weite Hochebene ( die größte Hochalm Europas) liegt auf einer Höhe zwischen 1700 und 2300 m und ist mit sanften Wiesen und Wäldern bedeckt. Wie  ein Amphitheather säumen die Dolomitengipfel (Schlern, Langkofel, Plattkofel) die Alm, Felsschlössern  ähnlich, in denen der Volksmund legendäre und mythische Wesen ansiedelt. Jeder  Radfahrer sollte sich bei seiner Ankunft auf del Alm eine Pause gönnen (abseits der Straße), um die Wunder der Natur und die Gefühle der Freude und Überraschung zu genießen, die sich bei der Betrachtung dieses grandiosen Landschaftsbildes einstellen.

Wichtig ist, dass man sich nicht von der Eile verleiten lässt, und es versthet, die Natureindrücke langsam in sich aufzunehmen und damit auch den Geist neu zu beleben. Das gesamte Gebiet der Seiser Alm ist Naturpark und unterliegt strengen Schutzvorschriften.

TECHNISCHE HINWEISE: von km 10(Blumau) bis km 35 ( Seiseralm)

NEIGUNG: Durchschnittlich 6,4%; MAX 14%



Etappe 6: Samstag 04/8/2007

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UNTERLAND
Eppan an der Weinstrasse, die größte Weinanbaugemeinde Südtirols, nur wenige Kilometer von Bozen entfernt, bietet von Frühjahr bis Herbst ein unvergleichliches Urlaubserlebnis inmitten des grössten Weinanbaugebietes Südtirols und einer vielfältigen Landschaft. Das südliche Klima lädt ein zu ausgedehnten Wanderungen, Radtouren und zu kulturellen Höhepunkten oder zum Baden in die herrlichen Montiggler Seen ein. Eppan an der Südtiroler Weinstraße zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Urlaubsorten in Südtirols Süden. Das Burgen-, Seen- und Weinland Eppan ist ein Erlebnis für Leib und Seele - südliches Flair, eine üppige und mediterrane Vegetation, über 180 historische Ansitze, Schlösser und Burgen, jede Menge Kulturschätze und weltbekannte Weine von über 20 Kellereien. Die Großgemeinde mit ihren schmucken Ortschaften St. Michael, St. Pauls, Girlan, Frangart, Missian, Unterrain, Perdonig, Gaid und Montiggl erlauben das gesamte Jahr über Urlaubsvergnügen pur: dank eines besonders milden Klimas, das bereits im Mai Temperaturen über 25 Grad möglich macht, finden Wanderer und Radfahrer hier ein wahres Eldorado.

Bergzeitfahren: SIGMUNDSKRON - GIRLAN
Kurzer Anstieg auf einer Streke von 3 km. mit einem Höhenunterschied von 184 mt und einer Durchschnittsneigung von 6,24%. Auf die ersten 450 m mit einer durchschnittlichen Neigung von 7,3% folgen weitere 450 m mit einer Neigung von 6%, anschliessend 500 m mit einer Neigung von 7,4%, 200 m mit einer Neigung von 6,3%, ein Abschnitt von 650 m mit einer Neigung von ca. 5%, die letzten 750 m weisen hingenen eine Neigung von 6% auf.



Quelle: www.girodolomiti.com